Rechtsschutz

Recht zu haben ist etwas anderes, als Recht zu bekommen. Diese Erfahrung hat vielleicht jeder schon einmal für sich gemacht. Um bei rechtlichen Problemen nicht allein dazustehen, empfiehlt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung. Hierbei ist zunächst einmal abzuklären, welche Risiken versichert werden können.

Verkehrsrechtsschutz

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sollte jeder Verkehrsteilnehmer haben. Bei Verkehrsunfällen gibt es häufig Streitigkeiten um die Schuldfrage, bei Personenschäden kann es zu Strafverfahren und Schadenersatzforderungen kommen. Mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung kann die komplette Abwicklung in die Hände eines erfahrenen Rechtsanwaltes gelegt werden. Kosten für Gutachten, Gerichtskostenzuschüsse, Reisekosten und auch die Vertretung bei Strafprozessen im In- und Ausland werden ebenso übernommen wie Streitigkeiten, die sich aus dem An- und Verkauf des eigenen Pkw ergeben. Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder, Enkel- und Tageskinder, die kein eigenes Einkommen haben, sind beitragsfrei mitversichert. Es besteht die Möglichkeit, Verwaltungs-Rechtsschutz und Sozial-Rechtsschutz in Verkehrssachen mit einschließen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit, den Verkehrsrechtsschutz zu erweitern, bietet der Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten. Hier wird unterstützt, wenn es Unstimmigkeiten bei der Besteuerung des Kraftfahrzeuges gibt und dazu ein Finanz- oder Veraltungsgericht eingeschaltet werden soll.

Privatrechtsschutz

Zum Privatrechtsschutz gehören verschiedene Bereiche. Zunächst einmal hat der Versicherte auf jeden Fall einen Beratungsrechtsschutz. Im Falle einer Streitigkeit kann er also einen Rechtsanwalt um eine Beratung bitten, die von der Rechtsschutzversicherung bezahlt wird. Dieser Beratungsrechtsschutz erstreckt sich auch auf das Familien- und Erbrecht. Außerdem bietet der Privatrechtsschutz Hilfe und Kostenübernahme, die sich aus Streitigkeiten zum Beispiel aus Kaufverträgen ergeben. Strafrechtsschutz ist hier in der Regel beitragsfrei mitversichert. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass auch Schadenersatz- Rechtsschutz in der Rechtsschutzversicherung enthalten ist. Dieser greift, wenn Ansprüche aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen strittig sind.

Arbeitsrechtsschutz

Arbeitnehmer sollten auf jeden Fall ihre Rechtsschutzversicherung um den Baustein Arbeitsrechtsschutz erweitern. Hier unterstützt die Rechtsschutzversicherung dann zum Beispiel bei ungerechtfertigter Kündigung, bei fehlerhafter Entgeltberechnung oder auch bei der Gestaltung des Arbeitszeugnisses.

Mieter und/oder Eigentümerrechtsschutz

Mieter und/oder Eigentümer von Immobilien können ihre Rechtsschutzversicherung um das Modul Miet- und Eigentumsrechtsschutz erweitern. Streitigkeiten aus Mietverhältnissen, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder auch Streitigkeiten aus Kauf- und Mietverträgen sind hier abgesichert.

Die meisten Rechtsschutzversicherer bieten eine ganze Palette weiterer Zusatzmodule an. Der Versicherungsnehmer sollte hier jedenfalls im Einzelfall prüfen, welche Module für ihn persönlich sinnvoll sind. Außerdem unterstützt die Rechtsschutzversicherung ihre Versicherten bei der Wahl des richtigen Anwalts und oft wird auch eine telefonische Rechtsberatung angeboten. Rechtsschutzversicherungen können mit und ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Dies hat Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Prämie.